Mai 06

Abstieg kommt bedrohlich nah

Auch in Nienburg kleines Finale 

Mit großen Hoffnungen reiste unser A-Team am vorletztem Sonntag nach Nienburg. Dort wollte man im vierten Turnier der Oberliga Nord Latein – Gruppe A nochmal in das grosse Finale einziehen, um den Klassenerhalt möglich zu machen. Bereits sechs Stunden vor Turnierbeginn fand die Stellprobe für unsere Mannschaft statt. „Im ersten Durchgang gab es diverse Fehler, welche so nicht während des Turnieres passieren dürfen. Dafür war der zweite Durchgang dann schon deutlich besser, wobei es noch etwas an Power und Präsenz fehlte.“, so Trainer Stephan Schanz nach den 15 Minuten der Stellprobe.

Ab jetzt begannen lange sechs Stunden des Wartens. Während sich die Damen schon in der Kabine schminkten, nutzen einige Herren die Chance, sich die Teams der Landesliga in ihrem Turnier anzuschauen. Auch einige ehemalige Stader Gesichter waren auf der Fläche zu sehen.

Um 16:00 Uhr ging es dann endlich los. Die gut besuchte Halle bot einen tollen Rahmen für das Turnier der Oberliga und allen war bewusst, dass es heute schon um sehr viel geht.

Die Vorrunde war im „Trainerdeutsch“ solide, jedoch konnten man auch bei allen anderen Teams sehen, dass sie die lange Turnierpause gut genutzt haben. Trotz einer guten Leistung unserer Mannschaft fehlte irgendwie das „Besondere“ und man spürte eine leichte Verunsicherung. Dieses sahen auch die Wertungsrichter so und werteten unser junges Team in das kleine Finale.

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In der Kabine sorgte dieses für Ernüchterung. Unser Teamkapitän Sven Strehlow richtete nochmals aufmunternde Worte an seine Mittänzer/innen. „Es ist wichtig, dass wir das kleine Finale deutlich gewinnen – für uns, die Trainer und den Verein. Nur so können wir auch eine Minimalchance für das letzte Turnier in Pinneberg erhalten!“ Der mögliche Abstieg sollte raus aus den Köpfen. Niemand von den Vereinsverantwortlichen wollte hier Druck aufbauen, aber dennoch kann man dieses innerhalb einer Mannschaft kaum vermeiden.

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Das kleine Finale lief deutlich besser. Viel mehr Emotionen, mehr Gefühl und eine deutliche Steigerung der tänzerischen Leistung brachte den verdienten Sieg mit der Bestwertung von fünf Einsen. „Der fünfte Platz war sicherlich nicht das Ziel für heute, aber dennoch sollten wir hiermit ein Stück weit zufrieden sein. Das Team entwickelt sich stetig weiter und diese Rückschläge gehören bei einer neu zusammengestellten Mannschaft zum Lernprozess dazu. Heute waren 4 Teams einfach besser und haben sich daher auch verdient vor uns platziert. Dass muss man sportlich fair auch anerkennen“, so Sven Strehlow nach dem Turnier.

Bei der Siegerehrung durfte dennoch gefeiert werden. Marcus Ränger und Janek Blanke feierten mit je 60 und 90 getanzten Turnieren Jubiläum und wurden mit Urkunden bedacht.

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Für das Ligafinale am 07.05. in Pinneberg braucht es nun schon fast ein Wunder, um die Klasse noch zu halten. Aber auch hier macht das Trainerteam nochmal deutlich – „Wenn ihr alles zeigt was ihr derzeit könnt und alles abruft was wir zusammen trainiert haben, dann sind wir zufrieden. Unabhängig von dem, was am Ende bei raus kommt.“

Euer
TFG Stade e.V. Team