Apr 30

TFG setzt auf die Nachwuchsarbeit

Stader Tageblatt vom 30. April 2011

Die Tanz- und Formations-Gemeinschaft (TFG) Stade hat in dieser Woche in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, die Nachwuchsarbeit in der TFG zu intensivieren. Aus diesem Grund wird ein spezielles Nachwuchsteam ins Leben gerufen, um interessierten jungen Tänzerinnen und Tänzern das Fromationstanzen näher zu bringen. Diese Gruppe kümmert sich ausschließlich um die Nachwuchsarbeit und nimmt nicht am Turniergeschehen teil. Der Monatsbeitrag beträgt 10 Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.tfg-stade.de Mailanfragen gehen an tfg-stade@gmx.de

Jan 22

Mit dem „King of Pop“ zum Aufstieg

Stader Tageblatt vom 22. Januar 2011

Tanz- und Formations-Gemeinschaft Stade will mit ihrer neuen Choreografie den Sprung in die Regionalliga schaffen

Manfred Borchers HAGEN. Das A-Team der Tanz- und Formations-Gemeinschaft (TFG) Stade will den Aufstieg in die Regionalliga schaffen. „Michael Jackson“ heißt ihre neue Choreografie. Die präsentierte die Stader Lateinformation im neuen Outfit vorab in der Sporthalle in Hagen. Mit dabei waren auch das B- und C- Team.
„Wir haben auf große Werbeaktionen verzichtet, dennoch ist die Zuschauertribüne voll“, freute sich Jens Wiebusch, Trainer der B-Formation. Familien, Freunde und Bekannte der drei Teams wollten sehen, was bei den vielen Trainingsstunden herausgekommen ist. Ein Jahr lang dauerte die Vorbereitung für Trainer Alexander von Contzen und sein A-Team. Ein halbes Jahr verging, bis das Zusammenspiel von Musik und Tanzbildern in weiten Zügen stand. Eigentlich sollte das neue Wettbewerbsstück „Afrika“ heißen. Doch den Plan musste der Trainer streichen. Einer Berliner Formation kam kurz zuvor der gleiche Gedanke, und zweimal das gleiche Thema bei den Turnieren, das wollte Alexander von Contzen nicht.
Wie findet man nun eine neue Idee? „Man achtet irgendwie auf alles intensiver“, sagt der Stader Coach, „Musik und Filme oder Fernsehberichte“. Und so war es die Trauerfeier des King of Pop und ein Gesangsstück von Mariah Carrey, das den Ausschlag für die Choreografie gaben. „Die Choreografie stelle ich selber zusammen, lasse mir da auch nicht reinreden“, erklärt von Contzen, „da spielen viele Dinge eine Rolle, die nicht allen bewusst sind. Man muss nur auf alle kritischen Fragen vorbereitet sein und die passende Antwort parat haben.“ Klar wird in den Proben die ein oder andere Korrektur vorgenommen. Und auch auch die Bilder und die Musik werden etliche Male überdacht und überarbeitet. „Allein die Musik wurde in Passagen 25-mal geändert. „Zuletzt eine Woche vor der Generalprobe“, bestätigt von Contzen, „für mich eigentlich ungewöhnlich. Jetzt haben wir eine abwechslungsreiche Präsentation in der sich ruhige und fetzige Passagen abwechseln.“
Erst nach der Sommerpause beginnt für die Tänzerinnen und Tänzer die Vorbereitung auf die neue Saison. „Es ist immer wieder spannend, sich auf etwas Neues vorzubereiten“, sagt Nadine Siliacks vom A-Team und Trainerin für die Einsteiger in der C-Formation. Siliacks gehört zu den Mitstreitern, die schon sehr lange der Formation angehören. Mit dem zeitaufwendigen Training hat sich auch das Umfeld arrangiert. „Mein Freund hat sogar dabei geholfen, dass mein Kleid fertig wird“, so Siliacks.
Auch das Outfit gibt der Trainer vor. Und auch hier wird mächtig geändert. Erst Variation Nummer acht wurde letztendlich übernommen. „Ich trainiere im dritten Jahr das A-Team, dadurch ist vieles einfacher geworden. Das Team ist eine Einheit“, erklärt der Coach, „wir bauen uns gegenseitig auf. Jede Tänzerin, jeder Tänzer und auch der Trainer haben irgendwann den Punkt, dass sie alles hinwerfen wollen“, so Trainer Contzen.
Die schlimmste Zeit sei zwei Monate bevor es losgeht, wenn der Vortrag eigentlich steht. Eigentlich, denn jetzt geht es an die Feinheiten in den Übungseinheiten, in denen kleine Passagen immer und immer wieder geprobt werden.
Umso erfreulicher ist es dann, wenn Familie und Freunde das Resultat der Übungen präsentiert bekommen und ihre Künstler feiern können, wie kürzlich in Hagen. Viele der Fans werden auch dabei sein, wenn es in die Wettbewerbe geht und die Daumen drücken, dass es nun endlich klappt mit dem Aufstieg in die Regionalliga. „Dahin, wo wir hingehören“, so Alexander von Contzen. Dabei ist es gut dass es eine zweite Formation gibt, deren Aktive bereit sind, im Zweifelsfall einzuspringen. Das war in der abgelaufenen Saison kaum der Fall. „Wir hatten Verletzungspech“, sagt Alexander von Contzen, „da bin ich zum Training des B-Teams gefahren und habe um Unterstützung gebeten. Die haben sofort ihre Hilfe zugesagt.“

Schwestern starten doppelt durch

Die Zwillingsschwestern Carola und Christina Gabsdiel gehören zu den erfahrenen Tänzerinnen der TFG-A-Formation. Seit elf Jahren sind sie dabei. In der vergangenen Saison feierten sie in Syke ein Jubiläum, – die 50. Teilnahme an einem Turnier. Wenn allerdings die Generalprobe jetzt nicht stattgefunden hätte, wären die beiden dennoch nicht daheim gewesen. Dann wären sie bei der Hallenkreismeisterschaft der Fußballfrauen aufgelaufen. Auch im erfolgreichen Team des SV Burweg machen sie seit Jahren eine gute Figur waren an diversen Erfolgen der Kickerinnen beteiligt. „Wir haben uns im letzten halben Jahr aus privaten Gründen etwas vom Fußball zurückgezogen, mit der Rückrunde starten wir wieder voll durch“, erklären Carola und Christina Gabsdiel.