Dez 01

Hamburger Abendblatt berichtet über das 20-jährige Bestehen der TFG

Lateinformation in Stade feiert 20-jähriges Bestehen

Galaveranstaltung mit 140 Gästen im Metropol. Bei einer Zeitreise durch zwei Jahrzehnte ließ die Tanz- und Formationsgemeinschaft die Zeit seit der Gründung noch einmal Revue passieren.

Die erste Formation der Tanz- und Formationgemeinschaft (TFG) vor dem Auftritt beim Ball des STSC zum 25jährigen Bestehen.

Die erste Formation der Tanz- und Formationgemeinschaft (TFG) vor dem Auftritt beim Ball des Stader Tanz Sport Clubs zum 25jährigen Bestehen.

Stade. Jens Wiebusch gehörte im Jahre 1994 zu den Mitbegründern der Tanz- und Formationsgemeinschaft Stade, hat in 20 Jahren alle Höhen und Tiefen miterlebt und ist noch heute aktiv als Tänzer im A-Lateinteam dabei. Jens Wiebusch, der auch Trainer war, steht für die gute Stimmung und den Zusammenhalt, den sich der Verein bis heute bewahrt hat.

Bei der Galaveranstaltung im Metropol Stade führten die Moderatoren Sven Strehlow und Jens Behrend ihre 140 Gäste durch eine Zeitreise der zwei Jahrzehnte. Was im Jahre 1990 mit südamerikanischen Kreistänzen in der damaligen Tanzschule von Elke Gerdes begann, hat sich heute zu einer festen Institution in der Hansestadt etabliert. Aus dem Tanzkreis wurde 1994 die Tanz- und Formationsgemeinschaft Stade. Anfang 1995 konnte der Verein schon 69 Mitglieder melden, auch dank der Kooperation mit „Elke’s Tanzschule“. Im Mai 1996 richtete die TFG Stade das erste Heimturnier in der Fredenbecker Geestlandhalle aus. Im Jahre 1998 gelang dem Team mit der Choreographie „Color Latino“ der Aufstieg in die Oberliga. Die Turniere in der Geestlandhalle sind noch heute ein Erlebnis und werden am 14. März 2015 erneut den Höhepunkt für die A-Formation bilden. 2012 verpflichtete der Verein mit Stephan und Julia Schanz ein erfahrenes Trainerteam für den Formationssport, seitdem gibt es auch Einzelpaare.

Beim Gala-Abend ließ die TFG die 20 Jahre noch einmal Revue passieren. Highlight waren Videos aus den Anfängen von 1995, die bei den vielen Ehemaligen Erinnerungen wach riefen.

1990 ruft Elke Gerdes, von der damaligen Stader Tanzschule „Elke’s Tanzschule“, eine Lateinformation ins Leben, welche in einem „Tanzkreis“ südamerikanische Tänze tanzt. Die Formation gehört zum Stader Tanz Sport Club, dem STSC. Ein Club, kein Verein. Nachdem einige Mitglieder gerne auf Turnieren tanzen wollten stellte sich heraus, dass in diesem Fall der STSC für alle Mitglieder Beiträge beim DTV hätte zahlen müssen. Für den STSC nicht machbar. Bei einem eingetragenen Verein sah das jedoch ganz anders aus.

Daraufhin wurde am 11. Juni 1994 die Tanz- und Formationsgemeinschaft Stade in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins gegründet. Von den acht Gründungsmitgliedern ist noch heute Jens Wiebusch aktiv als Tänzer im A-Team tätig. Dies ist auch ein Zeichen für die gute Stimmung und den Zusammenhalt, welche bis heute im Verein herrschen.

Die erste Formation der Tanz- und Formationgemeinschaft (TFG) vor dem Auftritt beim Ball des Stader Tanz Sport Clubs zum 25-jährigen Bestehen.

Anfang 1995 konnte der Verein schon 69 Mitglieder melden, was sicherlich auch der guten Kooperation mit Elke’s Tanzschule zu verdanken war. Viele junge Tänzer/innen wurden bereits in den Anfangskursen auf die bestehende Lateinformation aufmerksam gemacht.

Bereits kurze Zeit später – im Mai 1996 – richtete die TFG Stade das erste Heimturnier in der Fredenbecker Geestlandhalle aus. Im Jahre 1998 gelang dem Team mit der Choreographie „Color Latino“ auf dem Relegationsturnier in der eigenen Halle der Aufstieg in die Oberliga. Schon damals war das Turnier ein voller Erfolg und machte den Verein weit über das Stader Umland hinaus bekannt. Noch heute sind die Heimturniere in der Fredenbecker Geestlandhalle ein Erlebnis. Die TFG Stade war zwischen 1996 und 2014 Ausrichter von neun Turnieren.

In der Saison 2005/2006 stellte der Verein erstmals drei Teams, von denen zwei im Ligabetrieb starteten. Für die TFG Stade war das Jahr 2006 ein Besonderes, denn erstmals wurde neben dem A-Team auch ein B-Team für die Landesliga-Turniersaison gemeldet. Das dritte Team wurde als Nachwuchsteam geführt, in welchem junge, interessierte Menschen die Grundlagen des Formationstanzens erlernen konnten.

Der Verein hatte es sich zum Ziel gesetzt, das A-Team in die Oberliga zu führen. Nach einer fulminanten Saison gelang dieses bereits 2006 mit der abgeänderten Düsseldorfer Choreographie „Nightclub“. Das A-Team der TFG Stade dominierte das Relegationsturnier und gewann dieses letztendlich klar und stieg somit erneut in die Oberliga auf.

Im Jahr 2007 ging die TFG Stade erstmals mit einer eigens entwickelten Choreographie an den Start, das Thema war „Copacabana“. Diese Musik wurde extra für den Verein eingesungen und arrangiert. Ziel war es, in der Oberliga vorne mitmischen zu können.

Bedingt durch notwendige strukturelle Veränderungen wurde das C-Team (Nachwuchs) im Jahr 2008 ein Teil der Tanzschule Hillmann (Stade) und gehörte nun offiziell nicht mehr in die Strukturen der TFG Stade. Durch diverse Auftritte auf Abschlussbällen der Tanzschule Hillmann konnte sich der Verein weiter der Öffentlichkeit präsentieren und neue Mitglieder gewinnen. Um den Zusammenhalt und die Bindung des Nachwuchs zum Verein nicht zu verlieren, wurden die Trainer des C-Teams von der TFG Stade gestellt und Unternehmungen und Veranstaltungen weiterhin mit allen Teams zusammen geplant.

Bedeutend im Jahr 2008 war zudem, dass dem B-Team nachträglich der Aufstieg in die Oberliga gelungen ist. Somit starteten beide Stader Turnierteams in der Saison 2009 in der Oberliga Nord Latein mit der zweiten Eigenproduktion „Pussycat Dolls“. Dieses Stück wurde aus bestehenden Liedern der englischen Gruppe gemixt und arrangiert. Eine anspruchsvolle Choreographie sollte frischen Wind in den Verein bringen und für Erfolg sorgen. Zum Ende diesen Jahres hatte der Verein 72 Mitglieder.

Das Stader A-Team ist in der Saison 2010/2011 mit der dritten Eigenproduktion „Michael Jackson“ gestartet und konnte den vierten Platz in der Oberliga belegen.

Durch einen Entschluss der Mitglieder wurde, nach intensiven Vorbereitungen durch das Vorstandsteam, im Jahr 2011 das C-Team wieder in den Verein eingegliedert. Ziel war und ist es, die Nachwuchsarbeit in den eigenen Reihen zu halten und hier eine bessere Förderung vornehmen zu können. Es wurde eine neue Trainingsörtlichkeit gesucht und gefunden. Der Neuaufbau eines eigenen Nachwuchsteams ging sehr gut voran und war eine wichtige Stütze für den Verein.

Auch die Saison 2011/2012 stand im Zeichen des „King of Pop“. Leider erreichten beide Turnierteams nicht die erhofften Erfolge und blieben hinter den eigenen Erwartungen zurück.

Im 2012 verpflichtete der Verein mit Stephan und Julia Schanz ein sehr erfahrenes Trainerteam für den Formationssport. Auch im Einzelbereich wurde die TFG unter der Regie von Stephan und Julia Schanz neu ausgerichtet, dieses war schon lange das Bestreben des Vereins, da man o ein breites Spektrum abdecken kann. Für das B-Team konnte Janek Blanke als Trainer engagiert werden. Dieses ist seine erste Trainerstation, jedoch überzeugte seine Erfahrung von über 70 getanzten Formationsturnieren.

Mit einem fast komplett neuen Team und der in die Jahre gekommenen Choreo „Michael Jackson“, konnte sich das A-Team in der Saison 2012/2013 nicht durchsetzen und landete erneut im Mittelfeld der Oberliga.

In der Saison 2013/14 wagte sich die TFG an eine internationale Choreografie, welche bei der WM 2012 den 3. Platz errungen hatte. Durch unser Trainerpaar wurde der Kontakt zum Team aus dem sibirischen Tyumen und seinem Trainer Aleksey Litvinov hergestellt und die TFG erwarb die Lizenz für „Around the World“. Das A-Team der TFG landete am Ende der Saison im Mittelfeld der Oberliga.

Im Einzelbereich hingegen gab es erste Erfolge und Aufstiege. Die TFG deckt mit seinen Paaren nun bereits die Startklassen Hgr. D-Latein, Hgr. II D-Latein, Hgr.II C-Latein und die Hgr. B-Latein ab. Aktuell starten 5 Paare für die TFG.

All dies ließ die TFG mit 140 ehemaligen und aktiven Mitgliedern auf einer internen Veranstaltung zum Jubiläum Revue passieren. Highlight des Abends waren Videos aus den Anfängen der TFG von 1995, welche bei den Anwesenden Erinnerungen an diese Zeit hervorrufen konnten. Fast alle Trainer und Vorsitzenden sowie viele Aktive der ersten Stunde fanden den Weg zum Treffen. In vielen Gesprächen konnten Erinnerungen und Anekdoten ausgetauscht werden.

(Text und Foto aus dem Hamburger Abendblatt vom 29.11.2014)