Mrz 27

Erfolgreiches Turnierwochenende in Fredenbeck

700 Zuschauer in der Geestlandhalle bei den Heimturnieren

Die Fredenbecker Geestlandhalle verwandelte sich am vergangenen Wochenende nach langer Vorbereitung wieder in einen Tanztempel. Die TFG Stade e.V. richtete ein Turnierwochenende in den Lateinamerikanischen Tänzen der Formationen aus. An die 700 Zuschauer verfolgten an beiden Tagen das Geschehen auf der Tanzfläche mit den 15 angereisten Formationsteams aus der Landes- und Oberliga Nord Latein.

Bereits im Oktober des vergangenen Jahres ging der Zuschlag für die Ausrichtung von zwei Turnieren an den Verein aus Stade. Damit begannen dann auch gleich die Vorbereitungen, welche sich gelohnt haben. Nach mehrstündiger Arbeit wurde aus der Fredenbecker Geestlandhalle eine tolle Tanzsportarena.

Den Auftakt in ein sportliches Wochenende machten am Samstag die 8 Teams der Oberliga Nord Latein Gruppe A, in welcher auch das A-Team der TFG Stade e.V. vertreten ist. Das Stader Team hat sich zum Saisonbeginn neu gefunden und auch das Trainerteam ist neu. Trainer Stephan Schanz und seine Frau Julia haben eine anspruchsvolle Aufgabe und arbeiten mit dem jungen Team akribisch an einer stetigen Verbesserung der Leistung. „Der Ausdruck passt schon. Unsere Baustellen sind die Technik und die tänzerischen Leistungen“, sagt A-Team Trainer Stephan Schanz. Nach zwei getanzten Turnieren stand seine Mannschaft noch auf einem Abstiegsplatz und somit in Fredenbeck bereits mit dem Rücken zur Wand. Auch in diesem Jahr tanzen beide Stader Teams zur Musik des King of Pop Michael Jackson.

Die Stellprobe lies nichts Gutes erahnen – zu nervös und unsicher wirkten die Tänzerinnen und Tänzer in der eigenen Halle bei der Ausführung von Cha Cha, Rumba, Paso Doble, Samba und Jive. Zu sehr waren die Gedanken bei einem eventuell schlechten Abschneiden und dem dann wohl damit verbundenen Abstieg. Zur Vorrunde fand das Trainerteam jedoch die richtigen und motivierenden Worte in der Kabine. „Die ganze Halle ist nur wegen Euch hier, wir haben nichts zu verlieren und das ist unsere Chance“, so Trainerin Julia Schanz. Mit dieser Einstellung gingen die 16 Damen und Herren dann auch auf die Tanzfläche und zeigten eine starke Darbietung voller Freude und Präsens, welche von den Zuschauern mit einer fantastischen Atmosphäre belohnt wurde. Erstmals in dieser Saison konnte man sich für das große Finale qualifizieren. In der Endrunde tanzten die Stader dann befreit auf und auch von der Tribüne war das Funkeln in den einzelnen Augen zu sehen. Die Wertungsrichter honorierten das Gesehene mit dem 6. Platz, vor den Mannschaften aus Verden und Osnabrück. In der Ligatabelle konnte das TFG A-Team sich somit um einen Platz verbessern und steht nun punktgleich mit der Mannschaft aus Osnabrück auf dem rettenden sechsten Platz. Weitere zwei gute Turniere sind nun notwendig, um die Mannschaften aus Osnabrück und Walsrode auch am Saisonende hinter sich zu lassen. „Ein Turnier kann alles verändern und die Tabelle auf den Kopf stellen, jetzt haben wir wieder eine realistische Chance die Liga zu halten“, so Trainer Stephan Schanz. Die anschließende Feier ging bis in die frühen Morgenstunden, bevor bereits um acht Uhr am Sonntag die Geestlandhalle wieder für die anreisenden Teams der Landesliga Nord Latein Gruppe A und somit auch dem B-Team der TFG geöffnet wurde.

Nadine Sahr u. Michael Siems

Nadine Sahr u. Michael Siems

Für die zweite Mannschaft der TFG stehen in erster Linie der Spaß und die Freude am Formationstanzsport im Vordergrund. In den ersten beiden Turnieren konnte das vom Trainer Janek Blanke ausgegebene Saisonziel, nicht letzter zu werden, bereits zweimal erfüllt werden. Auch vor heimischen Publikum war dieses das Ziel und ins Geheim hofften natürlich auch alle Fans auf der Tribüne, dass ihre Mannschaft den Sprung in das große Finale schafft. Wie weit und routiniert die jungen Tänzerinnen und Tänzer schon sind, bewiesen sie bereits nach nur wenigen Sekunden auf der Tanzfläche. Trainer Blanke gab einen Moment zu früh das Zeichen für den Beginn der Musik. Doch auch dieser kleine Schnitzer blieb dank der schnellen und guten Reaktion der Mannschaft eine Randnotiz. „Sie haben meinen Fehler gut kaschiert und ich bin sehr stolz auf sie“, sagt Blanke über sein junges Team.

Das junge TFG B-Team

Das junge TFG B-Team

Trotz eines engagierten Vorrundendurchganges, reichte es nur zur Teilnahme an der Platzierungsrunde, dem kleinen Finale. Hier galt es nun wieder die Konkurrenz aus Delmenhorst hinter sich zu lassen. Die gut 300 Besucher auf der Tribüne feuerten das Stader B-Team noch einmal an. Die Wertungsrichter vergaben für den Finaldurchgang fünfmal die Wertung Eins uns somit konnte am Ende der sechste Platz gefeiert werden.

„Wir sind mit den beiden Turniertagen wirklich sehr zufrieden. Das Fredenbecker Publikum hat wieder einmal ein feines Gespür bewiesen und alle Teams fair und sportlich angefeuert“, so der stellv. TFG Vorsitzende Strehlow. Im kommenden Jahr feiert die TFG Stade e.V. ihr 20 jähriges Jubiläum und auch hier hofft der Verein, auf den Zuschlag für ein Heimturnier in Fredenbeck.

Für vier Einzelpaare der TFG Stade geht es bereits am Osterwochenende wieder um Punkte und Platzierungen. Beim 41. Blauen Band der Spree erhoffen sich Cédric Loock und Sabrina Höft die letzten beiden Platzierungen, um in die Hauptgruppe C aufzusteigen. Für die beiden anderen Paare Sven Strehlow/Nadine Sahr und Sascha Wetekam/Nathalie Rozanszki ist es der erste Start bei einem Einzelturnier. Janek und Michaela Blanke starten in der HGR C und erhoffen sich auch hier gute Platzierungen an den Turniertagen.

TFG Stade e.V. Homepage-Team